Segelpokal der Europäischen Universitäten – Trophée de l’Île Pelée
27. März 2026

Foto: Caroline Liabot Photographe
Vom 11. bis 15. März fand erneut die berühmte Trophée de l’Île Pelée statt! Dieses einzigartige Segelereignis bringt über hundert Studierende aus ganz Europa im malerischen Cherbourg-Hafen zusammen. Fünf Tage voller Wettbewerb, Teamgeist und Lebensfreude mit Studierenden aus Frankreich, Schweden, Ungarn, England, Kroatien und der Schweiz an Bord von J80-Yachten gegeneinander antreten. Für Deutschland startet unser Team aus Hamburg! Aufregende Rennen um die französische Meisterschaft bzw. dem Europacup im Hochschulsegeln, die von der Association Sportive du Site Universitaire de Cherbourg organisiert werden.
Auch in diesem Jahr durften wir als Hamburger Team an der Trophée de l’Ile de Pélée teilnehmen. Die TIP ist die französische Hochschulmeisterschaft, und dank Teams aus England, Kroatien, der Schweiz und uns aus Hamburg gleichzeitig der europäische Wettbewerb (European University Sailing Cup). Gesegelt wird auf J80, einem schnellen Kielboot für vier bis fünf Personen.
Während die Franzosen durch ein Ligasystem mit Qualifikationsevents gut eingespielt sind, sind wir wieder zwei Tage früher angereist, um uns als Team – Mimi, Lily, Mats, Finn und Skipper Riek - mit dem ungewohnten Boot vertraut zu machen.

Pünktlich zum Wettbewerb zog natürlich ein ordentliches Sturmtief über den Hafen von Cherbourg. Für’s offizielle Training am Mittwoch gab es deshalb die Ansage, den Gennaker - ein 60 qm Zusatzsegel für Kurse vor dem Wind – doch bitte unten zu lassen. Konzentration also aufs Amwindsegeln und nicht ins Wasser zu fallen. Am ersten Wettfahrttag blieben die Bedingungen sportlich. Beim Heraussegeln konnten wir zwar noch alle Segel setzen und im Disko-Modus übers Wasser glitschen, Delphine inklusive, aber für die Wettfahrten wurde auch hier von der Wettfahrtleitung auf Nummer sicher gegangen. Nach nur einem Flight ging es dann auch wieder in den Hafen, der Wind war einfach zu stark.

Am zweiten Tag ging es bei weiterhin knackigen Bedingungen aber richtig los. Und gleich in der ersten Wettfahrt fahren wir eine klasse Kreuz, runden die Luvtonne als erstes Boot – und lassen den Gennaker ins Wasser fallen. Bei den schwierigen Bedingungen werden kleine Fehler sofort bestraft, und die routinierten anderen Teams ziehen an uns vorbei. Im Laufe des Tages finden wir aber unseren Rhythmus, fahren einige gute Wettfahrten und beenden den zweiten Tag auf dem 15ten von 27 Plätzen.

Der letzte Wettfahrttag bringt dann nochmal traumhafte Bedingungen. Bei strahlendem Sonnenschein und deutlich angenehmeren Winden fällt das Segeln einfach leichter. Auch die Konzentration ist hoch. Beim Start sind wir das vordere Boot, aber die Wettfahrtleitung signalisiert, dass einige Boote zu früh über die Linie waren. Sind wir gemeint? Wir gehen das Risiko ein und fahren weiter. Jetzt laufen auch alle Manöver mit dem Gennaker rund, und uns gelingt es, alle Angriffe der verfolgenden Boote abzuwehren. Als erstes Boot geht’s aufs Ziel zu, jetzt muss nur noch unser Start konform gewesen sein – beim Überqueren der Ziellinie dann das erlösende Tröten, wir haben gewonnen!

In der Gesamtwertung schiebt uns das zusammen mit einem zweiten und einem dritten Platz auf Rang 9, womit wir als bestes internationales Team abschließen. Ein herzlicher Glückwunsch geht an das Team der ENSM, die auch dieses Jahr den Titel gewinnen konnten. Ein ganz besonderes Dankeschön geht an Eric für die erneute Einladung und an alle Helfer und die Wettfahrtleitung für den tollen Wettbewerb, die tolle mediale Begleitung und die vielen schönen Momente auf und neben dem Wasser!
Der Hochschulsport ist ganz stolz und gratuliert herzlich!
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Photographin: https://www.instagram.com/caroline.liabot.photographe/ & https://carolineliabot.pic-time.com/-tip2026/gallery


