Delegation des Hochschulsport Hamburg bei den Sell-Student-Games
26. Mai 2026
Die Sell-Student-Games sind die regelmäßigen Wettkämpfe von Hochschulen, die von 4 Staaten rund um die Ostsee (Estland, Litauen, Lettland, Finnland) seit 1923 ausrichtet werden. Der Name erklärt sich aus den Anfangsbuchstaben der 4 Nationen in der jeweiligen Landessprache (Finnland: Suomi: Estland: Eesti, Lettland: Latvija, Litauen: Lietuva). Diesmal nahmen, aufgrund von Hochschulkooperationen der Universitäten in Riga, auch Gästeteams aus Armenien, China, den Niederlanden und der Türkei an der Veranstaltung teil. Knapp 1.200 Teilnehmende hatten an Pfingsten Wettkämpfe in den Sportarten 3x3 Basketball, Basketball, Beachvolleyball, Fußball, Gewichtheben, Leichtathletik, Paddel, Schwimmen und Volleyball.
Die Hamburger Delegation, bestehend aus Patrice Giron und Jörg Förster, war zum ersten Mal bei den Games, die im Prinzip jedes Jahr in einem anderen der 4 Partner-Länder realisiert werden. Anlass war für das Hamburger Team ein Treffen des ERASMUS+Sport geförderten Projektes FUSION vor Ort, bei dem der Hochschulsport Hamburg Partner ist.
Aber auch der Austausch mit den internationalen Kolleg*innen zu verschiedenen Themen wie „Duale Karriere“ von studierenden Spitzensportler*innen oder die Entwicklung des Hochschulsports rund um die Ostsee war für die Hamburger wichtig. Die lange Tradition der Verbindung Hamburgs zu den Städten wie Riga, Tallin, Tartu, Vilnius oder Helsinki etc. soll im Hochschulsport künftig wieder mit mehr Leben gefüllt werden.

Im kommenden Jahr finden die Sell-Games in Tartu (Estland) statt und die Hamburger Vertreter kehren aus Riga mit einer Einladung des Vizerektors der Tallinn Tech University, Hendrik Voll, zurück für die Teilnahme in 2027. Dieser ist zugleich Vorsitzender des Estnischen Hochschulsportverbands und brachte sein großes Interesse an einer deutschen Delegation deutlich zum Ausdruck.
Insgesamt waren es drei intensive Tage, geprägt von großer Gastfreundschaft und herrlichem Sonnenschein, an denen auch die Besichtigung des kulturellen Erbes der wunderschönen Altstadt nicht zu kurz kam. Sichtbar wurde dabei die große Solidarität der Letten mit der Ukraine. Jedes öffentliche Gebäude trägt Doppelbeflaggung beider Nationalflaggen und der nahe Krieg wird von den Letten auch aufgrund der eigenen, immer noch schmerzhaften Erfahrung mit der Sowjetischen Besatzungszeit, ganz anders wahrgenommen als bei uns.


